Neoprenanzüge / Wetsuits – Kälte- und UV-Schutz fürs Windsurfen

Egal ob Schwimmer, Surfer oder Taucher, Neoprenanzüge finden sich bei allen Freizeitaktivitäten, die im oder auf dem Wasser stattfinden. Das gummiartige Material schützt nicht nur vor einer Auskühlung während längerer Wasseraktivitäten, sondern stellt auch einen wirksamen UV-Schutz dar.

Der Körper des Menschen ist immer bemüht, die Körpertemperatur konstant auf ca. 37 °C zu halten. Sinkt die Umgebungstemperatur nun auf unter 37 °C, geht Wärme nach außen verloren, der Körper kühlt aus. Je kälter die Umgebung, desto schneller erfolgt diese Auskühlung. Halten wir uns nun längere Zeit in Gewässern auf, die kälter als 37 °C sind, so führt die gute Wärmeleitfähigkeit des Wassers dazu, dass der Körper deutlich schneller Wärme verliert, als bei einer vergleichbaren Lufttemperatur. Dieser Effekt wird noch verstärkt, wenn, wie bspw. beim Windsurfen, starker Wind dazukommt. 

Die Wassertemperatur heimischer Gewässer erreicht auch im Hochsommer selten mal Temperaturen von deutlich mehr als 20° C, sodass es fast unerlässlich ist, den Körper mithilfe von Neoprenanzügen vor dem Auskühlen zu schützen.

Typen und Varianten von Neoprenanzügen

  • Fullsuit (Ganzkörper Neoprenanzüge): Verfügt über lange Ärmel und Beine, bedeckt somit nahezu den gesamten Körper. Gute Wärmeleistung. Besonders gut für tiefere Temperaturen geeignet.
  • Full Hooded Suit: Ganzkörper Neoprenanzug mit integrierter Haube. Bietet durch seine Kopfbedeckung eine noch mal bessere Wärmeleistung als der Fullsuit.
  • Shorty: Kürzer Variante des Neoprenanzugs, mit kurzen Armen und Beinen. Bietet eine hohe Bewegungsfreiheit. Für höhere Temperaturen geeignet.
  • Longsleeveshorty: Lange Ärmel und kurze Beine. Gute Wärmeleistung bei hoher Beweglichkeit an den Beinen.
  • Long John: Lange Beine jedoch ohne Ärmel. 
  • Short John: Kurze Beine. Keine Ärmel. 

Kaufkriterien für einen Neoprenanzug fürs Windsurfen

  • Materialstärke: Je nach Wassertemperatur sind verschiedene Materialstärken erhältlich. Die Materialstärken am Brustbereich sowie an den Gliedmaßen können dabei unterschiedlich sein, um gleichzeitig gute Wärmeleistung und Beweglichkeit zu garantieren.
  • Richtige Größe: Der Neoprenanzug sollte nicht zu groß gekauft werden, sondern hauteng sitzen, um die beste Wärmeleistung zu garantieren. 
  • Dichte Nähte: Um eine Wasserundurchlässigkeit zu garantieren, sollten alle Nähte jeweils durch ein Innentape versiegelt sein.
  • ReisverschlussvariantenReißverschluss am Rücken erleichtert das An- und Ausziehen, bietet jedoch dem Wasser besserer Möglichkeiten einzudringen. Reißverschluss an der Vorderseite erschwert zwar das An- und Ausziehen, bietet jedoch einen deutlich besseren Schutz gegen eindringendes Wasser.